125 Jahre – 125 Stunden für einen guten Zweck

Siegburg, 21.04.2015

Vorstandsmitglied Holger Hürten (vorne) und Martin Odenthal, Abteilungsleiter Organisation/IT streichen den Flur in der Ergotherapie des Aulhof.

Geburtstage kann man bekanntlich auf sehr unterschiedliche Weise feiern. Das sich ein Unternehmen allerdings dazu entschließt, die Anzahl ihrer Geburtsjahre als Basis für einen Sozialtag zu verwenden, dürfte wohl eher ungewöhnlich sein. So geschehen anlässlich des 125-jährigen Bestehens der VR-Bank. „Einmal mehr ein Indiz dafür, dass unsere VR-Bank einfach anders ist“, erläuterte  Vorstandsvorsitzender Dr. Martin Schilling.

Im April des Jubiläumsjahres verwandelte sich für 22 Führungskräfte der Bank ein normaler Arbeitstag in ein soziales Erlebnis. Diese waren dem Aufruf gefolgt, sich einen Tag lang für die Gemeinschaft zu engagieren, um ehrenamtlich dort tätig zu werden, wo Hilfe benötigt wird. „Wir wollen Brücken schlagen zwischen der Arbeitswelt und der sozialen Welt, indem wir kranken und alten Menschen unsere Unterstützung anbieten“, so Dr. Martin Schilling.

Nach längeren Recherchen war die Bank im Vorfeld auf den Malteser Hilfsdienst aufmerksam geworden, der seit sechs Jahren einen bundesweiten „Malteser Social Day“ im September organisiert. Dass ein Unternehmen allerdings anlässlich eines Jubiläums solch eine Idee umsetzen wollte, hatte Angela Weiland, Referentin für Innovative Projekte bei der Diözesangeschäftsstelle Köln, noch nicht erlebt. Schnell war der Arbeitstitel „125 Jahre – 125 Stunden: Gemeinsam für die gute Sache!“ entstanden.

Über den Malteser Hilfsdienst wurden dann auch die beiden Projekte im Aulhof und im Johanneshaus in Siegburg, beides Einrichtungen der Malteser-Johanniter-Johanneshaus gemeinnützigen GmbH, an das Kreditinstitut herangetragen. Beide Einrichtungen kümmern sich um psychisch kranke Menschen, wobei es sich beim Aulhof um eine Tageseinrichtung handelt und beim Johanneshaus um ein Wohnheim, in dem 12 Menschen leben. Zwei Teams à acht Personen widmeten sich einen Tag lang in den beiden Einrichtungen den Grünflächen, verlegten Unkrautmatten, vertikutierten Rasenflächen, legten Kräuterbeete an und bepflanzten Blumenkübel. Im Innenbereich der Häuser ging es um Renovierungs- und Verschönerungsarbeiten in Form von Anstreichen und Neugestaltung von Räumen.

Nadine Borchardt, Baufinanzierungsspezialistin, pflanzt im Garten des Johanneshauses neue Sträucher.

Durch gute Kontakte zur Seniorenresidenz „Haus Elisabeth“ in Troisdorf waren weitere sechs Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in der Seniorenbetreuung im Einsatz. Am Morgen standen Gespräche führen, Vorlesen und Spazieren gehen für die älteren Menschen im Mittelpunkt, die wenig Besuch empfangen und sich nach Ansprache sehnen. Am Nachmittag wurde mit allen Bewohnern und dem VR-Bank-Team ein gemeinsames Waffelbacken organisiert.

Bianka Müller, Geschäftsstellenleiterin Birk, Michael Schmitz, Geschäftsstellenleiter Oberlar und Stefan Schmitt, Abteilungsleiter Vertriebssteuerung versorgen die Senioren mit Waffeln und Kaffee.

Weil die Nähe zum Menschen so viel zählt, erlebten die Führungskräfte der Bank, wie wertvoll ihre Hilfe ist und wie dankbar diese angenommen wird. Dass sie damit zugleich ihre Kolleginnen und Kollegen besser kennenlernen und im Arbeitsalltag ungenutzte Fähigkeiten beweisen, macht den Tag zum Gewinn für das Unternehmen und die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter selber. „Egal welcher Tätigkeit sie an diesem besonderen Tag nachgegangen sind: Dieser Tag wirkt lange nach“, ist Vorstandsmitglied Holger Hürten überzeugt. Er selbst war an diesem Tag im Aulhof im Einsatz.