VR-Bank Rhein-Sieg feiert 125. Geburtstag

Fusion mit der Kölner Bank in Vorbereitung

26.02.2015

Übersicht der wichtigsten Kennzahlen

  2013 2014
Bilanzsumme 1,718 Mrd. EUR 1,759 Mrd. EUR
Gesamtkundenvolumen 3,425 Mrd. EUR 3,628 Mrd. EUR
Kundenkredite 1,229 Mrd. EUR 1,286 Mrd. EUR
Kundeneinlagen 1,317 Mrd. EUR 1,358 Mrd. EUR
Anzahl Mitarbeiter 339 334
Anzahl Mitglieder 38.822 39.505
Ergebnis vor Steuern 20,8 Mio EUR 18,6 Mio. EUR
Betriebsergebnis nach Bewertung 19,5 Mio. EUR 17,7 Mio. EUR
Jahresüberschuss 3,828 Mio. EUR 3,894 Mio. EUR

Nach einem erfolgreichen Geschäftsjahr 2014 war es ein leichtes, in eine fulminante Karnevalssession 2015 anlässlich des 125. Geburtstages der VR-Bank Rhein-Sieg zu starten. Da die Wiege der heutigen VR-Bank im Troisdorfer Ortsteil Sieglar liegt, hatte sich die Geschäftsleitung gemeinsam mit der 1. Großen Karnevalsgesellschaft Sieglar, die in diesem Jahr den 90. Geburtstag feiert, entschlossen, in Sieglar das närrische Trifolium zu stellen. Unter dem Motto „Wir rocken für einen guten Zweck“ eroberten Prinz Holger I. (Vorstandsmitglied Holger Hürten), Bauer Peter (Vorstandsmitglied Peter Biller) und Jungfrau Chrissi (Direktor Christian Seigerschmidt) die Herzen von tausenden Karnevalsjecken. Egal ob in Kindergärten, Schulen, Krankenhäusern, Altenheimen, Behinderteneinrichtungen oder in den Sälen in der Region, immer schafften es die Narrenherrscher mit ihren Adjutanten und dem stattlichen Gefolge die Menschen für sich zu begeistern und Freude und gute Stimmung zu verbreiten.

Daher hatte Vorstandsvorsitzender Dr. Martin Schilling gerne die Rolle von ‚Martin allein in der VR-Bank‘ übernommen. „Ich wusste, dass unsere Bank sehr gut aufgestellt ist und es keine bessere Werbung für die VR-Bank geben kann, als im Jahr des 125-jährigen Bestehens tief in das rheinische Brauchtum einzutauchen.“

Auch wenn sich an den Rahmenbedingungen für das Bankgeschäft mit dauerhaft anhaltenden Niedrigzinsen – übrigens politisch motiviert -  und hohem Wettbewerbs- und Regulierungsdruck in 2014 nichts geändert hat, kann die VR-Bank auf ein gutes Geschäftsjahr zurückblicken. Dazu gehört allerdings auch, dass man sich Gedanken gemacht hat, wie man dauerhaft am Bankenmarkt besteht. Ergebnis von vielen Analysen und Überlegungen ist die geplante Fusion mit der Kölner Bank. Allerdings wird sich der Zusammenschluss um ein Jahr verschieben, da beide Häuser festgestellt haben, dass sie unterschiedlicher aufgestellt sind, als ursprünglich gedacht. Daher, und auch mit Blick auf die positive Resonanz, will man sich bei allen Themen die Zeit nehmen, die erforderlich ist, um die Bank zukunftsfähig zu gestalten. Nach realistischer Einschätzung haben sich die beiden Häuser geeinigt, den Vertreterversammlungen Mitte des Jahres 2016 die Fusion auf der Grundlage des Zahlenwerkes vom 31.12.2015 zur Beschlussfassung vorzulegen.

v.l.: Peter Biller, Holger Hürten und Dr. Martin Schilling

Erfolgreiche Entwicklung fortgesetzt

„Der intensive Kontakt zu unseren Kundinnen und Kunden ist für uns das entscheidende Indiz für unser erfolgreiches Bankgeschäft. Über 77.000 Kundenkontakte und 8.700 Konzeptberatungen sprechen für unsere Geschäftsphilosophie, bei der es in erster Linie um Kontakte zu unseren Kunden geht“, erläuterte Dr. Martin Schilling.

In Zahlen bedeutet dies, dass es der VR-Bank in einem herausfordernden Umfeld gelungen ist, Zuwächse im Kundengeschäft zu generieren und so den Marktanteil weiter zu festigen.

Die dynamische Entwicklung im Kundenkreditgeschäft mit einem Zuwachs von 56,3 Millionen Euro (4,6 %) wurde von einem gleichermaßen erfreulichen Anstieg der Kundeneinlagen, die sich um 41,2 Millionen Euro (3,1 %) erhöhten, begleitet. Das insgesamt betreute Kundenvolumen, inklusive aller Gelder, die bei Partnern der Genossenschaftlichen FinanzGruppe angelegt bzw. ausgeliehen sind, stieg um 203 Millionen Euro (6 %) auf nun 3,628 Milliarden Euro. Die Bilanzsumme der VR-Bank kletterte um 2,4 Prozent auf 1,759 Milliarden Euro (2013: 1,718 Mrd. €) zum Jahresultimo.

Warum vorausschauendes Handeln sinnvoll ist, zeigt insbesondere der Blick auf die Ergebniszahlen des Geschäftsjahres 2014.

Trotz Steigerungen sowohl im Kredit- als auch im Einlagengeschäft, sorgt die Zinsentwicklung für rückläufige Ergebnisse beim Zinsüberschuss und dies bereits seit Jahren. „Es wird nicht mehr lange dauern und wir benötigen die kompletten Einnahmen aus unserem Zinsgeschäft, um unsere Kosten decken zu können“, erläuterte Dr. Martin Schilling. „Auch wenn wir heute schon sehr ökonomisch unterwegs sind, sind Kostensteigerungen bei den Personal- und Verwaltungsaufwendungen unvermeidbar: Was uns dann noch bleibt, sind unsere Provisionseinnahmen, die wir erfreulicherweise steigern konnten.“

„Mit einem Ergebnis vor Steuern von 18,644 Millionen Euro (2013: 20,8 Mio. €) sind wir sehr zufrieden und können die Bankreserven weiter aufstocken“, fasste Dr. Martin Schilling das vorläufige Geschäftsergebnis der VR-Bank Rhein-Sieg zusammen.

Wie bereits erläutert, blieb der Zinsüberschuss mit einem Rückgang von 2,3 Prozent auf 37,4 Millionen Euro (2013: 38,2 Mio. €) hinter den Erwartungen zurück. Umso erfreulicher ist es, dass das Provisionsergebnis um 4,3 Prozent zulegte. Die verdienten 14 Millionen Euro (2013: 13,4 Mio. €) stammen in erster Linie aus dem Zahlungsverkehr und einem florierenden Wertpapiergeschäft.

Bei den Verwaltungsaufwendungen legte die Bank nur um knapp 0,3 Millionen Euro auf 31,3 Millionen Euro zu. Dahinter steckt ein hartes Kostenmanagement, das dafür sorgt, dass diese Aufwandsposition unter ständiger Beobachtung steht.

Über Jahre kann die Geschäftsleitung der VR-Bank Rhein-Sieg nun schon davon berichten, dass das Betriebsergebnis nach Bewertung besser ausfällt, als das Betriebsergebnis vor Bewertung. Dies zeugt von einem hervorragenden Risikomanagement und spricht für gute Ergebnisse im eigenen Wertpapiergeschäft und einem sauberen Kreditbestand. Allerdings liegt die Differenz der beiden Kennzahlen nur noch bei 0, 2 Millionen Euro, so dass die Bank nach Bewertung ein Ergebnis von 17,7 Millionen Euro ausweist (2013: 19,4 Mio. €).

Damit kann die Bank nach kräftiger Auffüllung der Reserven einen sehr ansehnlichen Jahresüberschuss von 3,894 Millionen Euro ausweisen (2013: 3,828 Mio. €).

Somit steht auch im Jubiläumsjahr der Zahlung einer  attraktiven Dividende an die Anteilseigner der Bank, die vermutlich erneut deutlich über der Verzinsung am Geld- und Kapitalmarkt liegen wird, nichts im Wege. Die 300 gewählten Vertreterinnen und Vertreter werden in ihrer Versammlung im Sommer über die genaue Höhe befinden.

Positive Entwicklung in der Firmenbank

Mit der Genehmigung von 112 Millionen Euro an neuen Darlehen ist die Firmenbank zufrieden. Erneut flossen die Finanzierungen überwiegend in Immobilienprojekte. Die Nachfrage nach Krediten für Betriebsmittel in Form von  Ausrüstungs-, Ersatz- und Erweiterungsinvestitionen war eher zurückhaltend, da viele Unternehmen entweder keinen Bedarf in diesem Bereich hatten oder aber ausreichend Liquidität vorhanden war, um diese Investitionen aus den Eigenmitteln zu stemmen. Die neu genehmigten Darlehen verteilten sich auf alle Bereiche der Firmenbank: Firmenkunden, Freiberufler, Landwirte und Großkunden. Den Grund dafür sieht die Bank in der stabilen wirtschaftlichen Situation im Rhein-Sieg-Kreis, der hohen Diversifikation von Produktion, Handel und Dienstleistung, der zunehmenden Urbanisierung, die Bevölkerungswachstum und steigenden Wohnraumbedarf in der Region zur Folge haben.

Gerade Letzteres führte zu einem herausragenden Bauträgergeschäft, welches auch in den Vorjahren bereits florierte. „Schöner Nebeneffekt: Das Bauträgergeschäft kurbelte sowohl den Immobilienvertrieb als auch die Nachfrage nach Baufinanzierungen an“, freute sich Dr. Martin Schilling.

Neue Kontokorrentkreditlinien in Höhe von circa 76 Millionen Euro entfielen zu über 80 Prozent ebenfalls auf das Bauträgergeschäft.  

Den Schlüssel zum Erfolg im Firmenkundengeschäft sieht die VR-Bank Rhein-Sieg in erster Linie in der hohen Kontaktquote zu den Kunden.

Besonders deutlich wird dies bei den landwirtschaftlichen Kunden der Bank. Diese werden seit rund vier Jahren mit großem Erfolg von einem Expertenteam betreut. Die Folge: Die VR-Bank ist in diesem Segment unangefochtener Marktführer. Die gleiche Strategie verfolgen die Verantwortlichen mit dem Spezialistenteam ‚Freie Berufe‘.

Wenn nicht jetzt, wann dann?

Weil Immobilien derzeit extrem günstig finanziert werden können, ist die Nachfrage kräftig gestiegen – auch, weil die eigenen vier Wände im Alter mietfreies Wohnen versprechen. Davon profitierte auch die bankeigene Immobilientochter VR-Bank Rhein-Sieg Immobilien GmbH. Diese hätte noch deutlich mehr Objekte vermitteln können, hätte sie mehr Einfamilienhäuser und Eigentumswohnungen, möglichst in Citylage, im Angebot gehabt.

Trotz zahlreicher Angebote im Internet vertrauen viele Menschen bei dieser wichtigen und vielfach einmaligen Entscheidung auf die professionelle Beratung unserer Baufinanzierungsexperten. Dies spiegelt sich auch im Ergebnis einer internen Befragung unter den Kunden wider, die im Hause der VR-Bank Rhein-Sieg ein Baudarlehen aufgenommen hatten. „Natürlich sind die Kondition und die Zinssicherheit für die Kunden von entscheidender Bedeutung, allerdings ganz dicht gefolgt von der Vertrauenswürdigkeit unserer Berater“, stellte Holger Hürten fest.

875 neue Baufinanzierungen mit einem Neugeschäftsvolumen von 81,8 Millionen Euro (2013: 112,2) wurden im abgelaufenen Kalenderjahr von der VR-Bank zur Verfügung gestellt. Darin enthalten sind rund 17 Millionen Euro, die an Partner des genossenschaftlichen Verbundes vermittelt wurden. In 117 Fällen beinhaltete das Finanzierungskonzept KfW-Darlehen in Höhe von 5,6 Millionen Euro. Rechnet man die 437 Prolongationen mit einem Volumen von 26,5 Millionen Euro hinzu, vergab die Bank in diesem Spezialgebiet 1.312 Baufinanzierungsdarlehen.

Obwohl sehr viel Liquidität im Markt vorhanden ist, stellte die VR-Bank weitere 6,7 Millionen Euro in 303 Fällen für Renovierungsdarlehen bis maximal 40.000 Euro zur Verfügung.

Kreditgeschäft nach wie vor Wachstumsträger Nr. 1

Insgesamt hatte die VR-Bank Rhein-Sieg zum 31.12.2014 eine Summe von 1,286 Milliarden Euro (2013: 1,229 Mrd. €)  an die private und gewerbliche Kundschaft ausgegeben. Dies entspricht einer Steigerung von 4,6 Prozent bzw. 56,3 Millionen Euro. Enthalten sind darin rund 70 Millionen Euro (+ 11,9 %) in Form von Kontokorrentlinien. Mit diesem Ergebnis ist die Bank sehr zufrieden, denn diese Steigerung ist umso beachtlicher, als doch jedes Jahr hohe Tilgungen zurück fließen und die Kunden insgesamt über mehr Liquidität aufgrund des niedrigen Zinsniveaus verfügen.

Die VR-Bank Rhein-Sieg Immobilien GmbH steigerte ihren Umsatz im zweiten Jahr in Folge auf über 1 Million Euro, in exakten Zahlen auf 1,062 Millionen Euro.

Täglich fällige Einlagen bleiben gefragt

Experten warnen seit Monaten: Die Inflation frisst die niedrigen Zinsen auf – wer sein Geld in sichere Spareinlagen  steckt, verliert real. Allem Unken zum Trotz, parkten auch in 2014 wieder viele Anleger ihr Geld auf Konten, über die sie täglich verfügen können. Ein Zuwachs in diesem Anlagesegment um 22,9 Prozent auf 825 Millionen Euro (2013: 671 Mio. €) spricht eine deutliche Sprache. Die im Umfeld niedriger Zinsen bereits seit Längerem anhaltende Präferenz der Kunden für hochliquide Anlageformen setzte sich damit im Berichtsjahr unverändert fort.

Hingegen wurden die befristeten Einlagen wie Festgelder und Sparbriefe um weitere 8,1 Prozent  zurückgefahren, so dass sich zum Ende des Berichtsjahres der Bestand auf 73 Millionen Euro belief. Die Spareinlagen blieben von der Entwicklung mehr oder weniger unberührt und reduzierten sich um lediglich 0,4 Prozent auf 357 Millionen Euro.

Erfolgreich war die VR-Bank im Sommer mit ihrem Angebot ‚VR-Volltreffer‘. „Und da Deutschland bekanntlich Fußballweltmeister wurde, klingelt es auch in den Kassen der Anleger, die sich auf das „Spiel“ eingelassen hatten. Für circa 5 Millionen Euro zahlen wir nun Zinsen in Höhe von 1,25 Prozent für ein Jahr“, freute sich Holger Hürten für die Kunden.

Der Gesamtbestand der Kundeneinlagen erhöhte sich um 41,2 Millionen Euro (3,1 %) auf  1,358 Milliarden Euro (2013: 1,317 Milliarden €).

Ein Auf und Ab an den Aktienmärkten

Ukraine-Konflikt, Konjunktursorgen, Rubel-Absturz, IS-Terror und politische Turbulenzen in Griechenland: Das Börsenjahr 2014 war nichts für Anleger mit schwachen Nerven. Es ging rasant auf und ab an den Aktienmärkten. Als hätten die Anleger nicht schon genug Krisen und Probleme über die letzten Jahre ertragen müssen: 2014 wurde das ohnehin schwierige Kapitalmarktumfeld mit geopolitischen Spannungen konfrontiert, die jede für sich einen Crash am Finanzmarkt hätte auslösen können. Aus diesem Grund wartete die Anlegergemeinde fast tagtäglich auf den „Exodus“ – doch er kam nicht. „Folglich erklärt sich auch ein Anlageverhalten – gerade im Privatkundensektor – das von erheblicher Zurückhaltung geprägt war“, sagte Dr. Martin Schilling.

Nachdem der DAX die Anleger ein halbes Jahr hatte warten lassen, knackte er endlich im Juni die Marke von 10.000 Punkten. Der Jubel fiel aber mit starken Vorbehalten aus, denn im Hintergrund stieg die Nervosität aufgrund des Ukraine-Konfliktes. Zum Jahresultimo stand der DAX bei einem Punktestand von 9.806. Dies entspricht lediglich einem mageren  Anstieg von 2,65 Prozent im Gegensatz zu 25 Prozent in 2013.

Im September senkte die Europäische Zentralbank (EZB) den Leitzins auf ein Rekordtief von 0,05 Prozent. Zusätzlich müssen Banken einen Strafzins von 0,2 Prozent zahlen, wenn sie Geld bei der EZB parken.

Die angesprochene Zurückhaltung lässt sich auch auf die Anleger der VR-Bank Rhein-Sieg übertragen. Der gesamte Wertpapierumsatz belief sich auf 196 Millionen Euro. Immer stärker vertrauten die Kundinnen und Kunden einem professionellen Management, so wie sie es erhalten, wenn sie in einen Investmentfonds investieren. Hier entpuppt sich die Familie der Privatfonds, die unterschiedliche Anlegermentalitäten berücksichtigt, als Erfolgsstory. Der Umsatz von Investmentfonds erhöhte sich um 4,5 Prozent von 120 Millionen Euro auf 125 Millionen Euro. Der Umsatz bei Renten stieg erfreulich um 8,4 Prozent auf 30 Millionen Euro an, wo hingegen die Direktanlagen in Aktien mit minus 14 Prozent deutlich rückläufig waren. Sie schlugen mit 40,9 Millionen Euro zu Buche.

Insgesamt verwaltet die VR-Bank Rhein-Sieg Wertpapiere im Wert von 531 Millionen Euro gegenüber 521 Millionen Euro in 2013.

Kunden wünschen flexible Vertriebswege

Mit einem Konzept der unterschiedlichen Vertriebswege reagiert die VR-Bank Rhein-Sieg schon seit Jahren auf den Wunsch nach hoher Flexibilität seitens der Kundschaft. „Heute heißt es nicht mehr entweder oder, sondern bei einem Thema ist der eine Weg der Richtige, beim anderen Thema der andere“, erläutert Vorstandsmitglied Holger Hürten die Strategie der Bank. „Da unsere Bank vom Internetbanking bis zum Filialbesuch mit persönlichem Beratungsgespräch alle Möglichkeiten offenhält, können unsere Kunden stets ihren individuellen Bedürfnissen entsprechend die Wahl treffen.

Dass dies im Markt ankommt, dafür sprechen auch 2.164 Neukunden, die in 2014 den Weg in eine der 23 Geschäftsstellen der Genossenschaftsbank gefunden haben. Vertreten ist die Genossenschaftsbank in den Kommunen Siegburg, Troisdorf, Niederkassel, Sankt Augustin, Lohmar und Neunkirchen-Seelscheid. Betreut werden 101.765 Kundinnen und Kunden. Davon verfügen 60.728 Personen über ein oder mehrere Girokonten.

Schon über 77 Prozent der privaten Girokonto-Kunden nutzen bei der Abwicklung des Zahlungsverkehrs das Online-Banking. Im Firmenkundensegment sind es sogar knapp 90 Prozent. Die Online-Filiale der VR-Bank bietet aber noch viel mehr: So können Produkte fallabschließend im Netz abgeschlossen werden, Termine können vereinbart werden und zahlreiche Informationen rund um alle Bereiche des Bankgeschäftes stehen zur Verfügung.

Wer seine Finanzen stets im Blick haben möchte, kann dies über die Banking-Apps der VR-Bank Rhein-Sieg bequem von überall und wann auch immer tun. Die „Online-Filiale“ und die „Online-Filiale+“ können kostenlos downgeloadet werden.

Im Web 2.0 ist die VR-Bank mit eigenem Facebook-Auftritt sowie bei Wikipedia und gute-banken.de vertreten. Als Vorstandsmitglied Holger Hürten der Aufforderung eines Kollegen zur Ice-Bucket-Challenge folgte, erhielt die Bank innerhalb von nur drei Tagen über 800 „Likes“.

Zufriedenstellendes Vermittlungsgeschäft

Viele Kontakte führen zu guten Geschäften. Davon ist die Geschäftsleitung der VR-Bank Rhein-Sieg überzeugt und dies entspricht auch dem Kundenwunsch. In einer Online-Kundenbefragung wünschte sich das Gros der Kunden häufigeren aktiven Kontakt seitens der Bank.

Mit 1.363 Verträgen im Lebens-, Renten- oder Krankenversicherungsbereich leisteten die Kunden einen wertvollen Beitrag für die dringend notwendige private Vorsorge. Die abgeschlossene Versicherungssumme im Lebens- und Rentenbereich bei der R+V Versicherung erhöhte sich auf 16,2 Millionen Euro gegenüber 12 Millionen Euro in 2013.

Lebhafte Nachfrage herrschte nach Konsumentenkrediten. Hier vermittelte die VR-Bank Rhein-Sieg 1.393 Verträge (2013: 1.346) als e@syCredits an die TeamBank. Zur Verfügung gestellt wurden 12,3  Millionen Euro (2013: 11,6 Mio. €).

Im Bereich des Bausparens war eine deutliche Zurückhaltung zu verspüren. 1.457 Bausparverträge (2013: 2.114) mit einem Volumen von 51 Millionen Euro (2013: 71,9 Mio. €) wurden für die Planung der eigenen vier Wände abgeschlossen.

Mitgliedschaft: Das Alleinstellungsmerkmal

Die Attraktivität der genossenschaftlichen Rechtsform und das Vertrauen in die sich ausschließlich an der Realwirtschaft orientierenden Geschäftsstrategie haben im Berichtsjahr erneut zu einem Zulauf an neuen Mitgliedern gesorgt. 1.700 Kundinnen und Kunden wurden im Laufe des Jahres 2014 Miteigentümer der VR-Bank Rhein-Sieg. Zum Jahresultimo betrug die Gesamtzahl der Mitglieder 39.505 Personen (2013: 38.822). Symbolisch pflanzen in diesem Jahr alle neu gewonnenen Mitglieder in ihrer Geschäftsstelle einen kleinen Setzling.

„Unsere fast 40.000 Mitglieder sind unsere wichtigsten Kundinnen und Kunden. Dafür lassen wir uns immer wieder exklusive Vorteile einfallen. So erfreuten sich in 2014 unsere Angebote im Rahmen der VR-MitgliederAkademie und VR-MitgliederEvents großer Beliebtheit“, freute sich Vorstandsmitglied Holger Hürten.

Geburtstagsaktivitäten

„Der Karneval war erst der Auftakt. Mit vielen Überraschungen werden wir unsere Mitglieder und Kunden in diesem Jahr beglücken. So gibt es beispielsweise in jedem Monat ein besonderes Produktangebot, jeweils versehen mit einem Bonbönchen“, kündigte Holger Hürten an. Die Mitglieder können sich beispielsweise als Modell für das monatlich wechselnde Schaufensterplakat bewerben. 125 Mal gibt es für die Mitglieder einen Partygutschein im Wert von 125 Euro zu gewinnen. Und natürlich darf auch die Wohltätigkeit nicht fehlen: Die Mitglieder der Bank machen Vorschläge, wer einen VW up! für seine Einrichtung erhalten soll. Hunderte von Anregungen wurden bereits eingereicht. Am 18. Mai, dem Gründungstag des Sieglarer Spar- und Darlehensvereins, feiert die VR-Bank in allen 23 Geschäftsstellen. Geburtstagstorte, Kaffee und Sekt erwarten die Besucher.

Risikomanagement gefragt

Im Controlling der VR-Bank wurde auch in 2014 wieder sehr gute Arbeit geleistet. Insbesondere widmet sich die Abteilung den Risikofaktoren, denen eine Bank ausgesetzt ist. „Im Berichtsjahr ist die Bank nur solche Risiken eingegangen, die hinsichtlich ihrer Auswirkungen zu beurteilen waren und die konkret beziffert werden konnten“, erläuterte Vorstandsmitglied Peter Biller. Dabei haben die Spezialisten neben den Kreditrisiken auch Marktpreis- und Zinsänderungsrisiken sowie Vertriebs- und Liquiditätsrisiken stets im Blick. Im Rahmen der Risikostrategie legt die VR-Bank großen Wert auf eine gesunde Relation zwischen Ertrag und Risiko.

Permanente Modernisierung des Filialnetzes

Hatte die VR-Bank in 2013 die Geschäftsstelle in Spich auf Vordermann gebracht, folgte im letzten Quartal 2014 die Optimierung der Hauptstelle in Siegburg. Hier ging es insbesondere darum, aufgrund der hohen Besucherfrequenz, den SB-Bereich deutlich zu vergrößern und dem Bedürfnis der Kunden nach Diskretion in den Beratungsgesprächen gerecht zu werden. Dafür investierte die Bank rund 500.000 Euro.

Seit Anfang Februar dieses Jahres wird die Geschäftsstelle Niederkassel grundlegend saniert. Der Geschäftsbetrieb wird in den rückwärtigen Räumlichkeiten sowie in einem Container aufrecht erhalten. Die Wiedereröffnung in dann hellen diskreten Räumen ist für den 4. Mai geplant.

Karten und mehr

Durch die innovative Möglichkeit, mehrere Girokonten über eine Bankkarte zu steuern, reduzierte sich die Anzahl der BankCards um knapp 10.000 Stück auf nun 79.421. Dafür nahm die Zahl der Kreditkarten nochmal um gut 10 Prozent von 11.152 auf 12.285 zu. Einem bequemen bargeldlosen Zahlen steht damit nichts im Wege.

51 (+2) Geldautomaten hat die VR-Bank Rhein-Sieg in ihrem Geschäftsgebiet im Einsatz. Trotz zunehmender Aktivitäten im Bereich des bargeldlosen Bezahlens steigen die Zahlen der Transaktionen an den Geldautomaten und die abgehobenen Geldbeträge von Jahr zu Jahr an. Nach 1,866 Millionen Transaktionen in 2013 wurden die Automaten im Berichtsjahr sogar 1,895 Millionen Mal bedient. Dabei hoben die Menschen im Durchschnitt 186 Euro (2013: 183 €) ab. Insgesamt wurden 353 Millionen Euro (2013: 342 Mio. €) ausgezahlt.

In acht Filialen stehen den Kundinnen und Kunden der VR-Bank Rhein-Sieg kostenlos Münzzählmaschinen zur Verfügung, mit deren Hilfe Münzen bequem gezählt und direkt auf dem Konto verbucht werden. 

Sozialbilanz kann sich sehen lassen

Wesentlich für den Erfolg eines Unternehmens ist eine offene Firmenkultur mit einer transparenten Kommunikationsstrategie, die die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in den Mittelpunkt stellt und Vertrauen schafft. „Letztlich ist unsere Belegschaft der einzige Wettbewerbsvorteil, den wir haben. Gerade der Vertrauen schaffende Umgang mit unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern sorgt für Zuverlässigkeit und Einsatzfreude“, ist Peter Biller überzeugt. Im Hinblick auf die bevorstehende Fusion macht sich die Geschäftsleitung keine Sorgen über mangelnde Veränderungsbereitschaft im Hause. „Unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter verstehen die Notwendigkeit der Veränderung und werden diesen Prozess mit ihrem Können und ihrer Erfahrung begleiten“, so Peter Biller.  

334 (2013: 339) Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter waren Ende 2014 bei der VR-Bank Rhein-Sieg beschäftigt. Die Zahl der jungen Menschen, die eine Ausbildung zur Bankkauffrau bzw. zum Bankkaufmann absolvieren, lag bei 21 Personen. Bei den Prüfungen zum Bankkaufmann bzw. zur Bankkauffrau im Januar waren alle acht jungen Leute erfolgreich, wobei Patrick Wendt die Prüfung sogar mit der Note 1 abschloss. Alle fertigen Jungbanker haben einen Anstellungsvertrag in der VR-Bank erhalten.

Im Geschlechtervergleich stehen 207 Damen neben 127 Herren. Der hohe Grad der Teilzeitbeschäftigten von 33 Prozent aller Kolleginnen und Kollegen gibt Aufschluss über flexible Arbeitszeitmodelle im Hause der VR-Bank, wovon insbesondere Mütter profitieren.

Im Durchschnitt sind die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Bank 43,4 Jahre alt und halten dem Unternehmen seit 18,5 Jahren die Treue. Ein Zeichen dafür, dass sich die Mitarbeiterschaft wohl fühlt.

Um Wissen weiter zu geben und effizient für das Unternehmen zu nutzen wurden 220.000 Euro (2013: 270 T€) in die Aus- und Weiterbildung der Beschäftigten investiert, wovon 175 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter (2013: 145) an 1.160 Tagen profitierten.

Nachhaltigkeit

Seit 125 Jahren ist die VR-Bank Rhein-Sieg mit ihren 16 ehemals selbständigen Vorgängerinstituten in der Region präsent und genau so lange ist sie fest in der Region verwurzelt.

Das Bekenntnis zu dieser Region und den dort lebenden und arbeitenden Menschen drückt sich Jahr für Jahr durch Unterstützungen unterschiedlichster Art aus. In 2014 sorgten

Spenden- und Sponsoringzusagen in Höhe von 293.000 Euro (2013: 270 T€) dafür, dass Vereine und Institutionen aus Siegburg, Troisdorf, Niederkassel, Lohmar, Sankt Augustin und der Gemeinde Neunkirchen-Seelscheid wertvolle Angebote und Veranstaltungen durchführen konnten, die ansonsten aufgrund der leeren öffentlichen Kassen keine Chancen zur Umsetzung gehabt hätten. Die Bank ist davon überzeugt, damit einen wertvollen Beitrag zum sozialen Wohlstand und für das Miteinander zu leisten.

Die Bürgermeister der einzelnen Kommunen können sich über Gewerbesteuerzahlungen in Höhe von insgesamt 3,4 Millionen Euro freuen.