Aktuelles aus der Vertreterversammlung

Siegburg, 24. Juni 2015

Im Rahmen der jährlichen Vertreterversammlung, zu der die VR-Bank Rhein-Sieg in die Rhein-Sieg-Halle in Siegburg eingeladen hatte, berichtete Vorstandsvorsitzender Dr. Martin Schilling, auch im Namen seiner Vorstandskollegen Peter Biller und Holger Hürten, von einem guten Geschäftsjahr der VR-Bank Rhein-Sieg.

Bevor der Vorstandschef das Zahlenwerk näher beleuchtete, nahm er Stellung zu den gescheiterten Fusionsgesprächen mit der Kölner Bank. Sehr transparent informierte er über „Knackpunkte“ in den Verhandlungen. „Wir bedauern das Ende der Gespräche“, resümierte Dr. Martin Schilling. „Unsere VR-Bank Rhein-Sieg ist aufgrund der guten Geschäftsentwicklung in den vergangenen Jahren bestens aufgestellt für die Zukunft und wird mit viel Elan die Weiterentwicklung der Bank vorantreiben. Ich bin davon überzeugt, dass sich innerhalb der Genossenschaftsorganisation der Konzentrationsprozess unter den Banken sowohl bundesweit als auch im Rheinland fortsetzen wird. Diese Entwicklung werden wir auch zukünftig im Blick behalten“, erläuterte Dr. Martin Schilling weiter.

Peter Biller

Der Blick auf das Zahlenwerk der Bank verdeutlicht, dass das genossenschaftliche Geschäftsmodell ein hohes Ansehen genießt und die Kundinnen und Kunden insbesondere Werte wie Stabilität, Nachhaltigkeit und Engagement zu schätzen wissen.

Die Bilanzsumme der VR-Bank Rhein-Sieg kletterte um 2,4 Prozent und betrug zum Jahresultimo 1,758 Milliarden Euro.

Das Kreditgeschäft wuchs in 2014 um 3,5 Prozent auf 1,353 Milliarden Euro anwuchs. Um dieses Wachstum erreichen zu können, mussten 180 Millionen Euro an Darlehen genehmigt werden. Bedauerlich für die Bank ist, dass trotz deutlich intensiverem Geschäft aufgrund der aktuellen Zinssituation kein höherer Zinsüberschuss erwirtschaftet werden konnte.

Die Steigerung im Einlagengeschäft verlief unerwartet hoch. Das Wachstum der Kundengelder um 10,5 Prozent auf 1,317 Milliarden Euro liegt deutlich über dem Verbandsdurchschnitt von 4 Prozent. Die VR-Bank Rhein-Sieg interpretiert dieses sehr gute Ergebnis mit Vertrauen in die Solidität der Bank.

Wichtig ist das Provisionsergebnis für die Zukunftsfähigkeit der Bank. Dieses lag in 2014 bei 14 Millionen Euro und resultiert hauptsächlich aus dem Zahlungsverkehr und dem Vermittlungsgeschäft.

Besonders stolz ist der Vorstand auf die hohe Produktivität seiner 334 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, inklusive 21 Auszubildende. In allen Vergleichspositionen schneidet die VR-Bank besser ab als der Verbandsdurchschnitt.

Die 39.505 (+1.700) Mitglieder der VR-Bank partizipieren am Erfolg durch die Ausschüttung einer Dividende von 4 Prozent zzgl. eines Bonus von 2,75 Prozent. Mit dieser Ausschüttung von insgesamt 6,75 Prozent liegt die VR-Bank deutlich über der Verzinsung vergleichbarer Anlagen.

Am Ende seiner Rede erinnerte Dr. Martin Schilling an die zahlreichen Geburtstagsaktivitäten der VR-Bank, die vor 125 Jahren in Troisdorf-Sieglar gegründet wurde. Statt einer großen Kundengala lege man Wert darauf, dass viele Kundinnen und Kunden mitfeiern können und die Bank sich als wichtiger Partner in allen gesellschaftlichen und sozialen Bereichen präsentiere. Ganz im Sinne des Slogans „Nähe ist uns wichtig“.   

Bei den Wahlen zum Aufsichtsrat wurden Theo Brauweiler (Sankt Augustin/Troisdorf), Peter Capellmann (Niederkassel), Christoph Franken (Troisdorf) und Joachim Weyer (Siegburg) in ihren Ämtern bestätigt und für eine erneute Amtszeit von drei Jahren wiedergewählt.

Zum Schluss der Versammlung wurde Vorstandsmitglied Peter Biller von Professor Dr. Martin Jonas, Aufsichtsratsvorsitzender, in den Ruhestand verabschiedet. Er würdigte die 44-jährige Tätigkeit von Peter Biller in der Genossenschaftsorganisation und dankte ihm für seine Glaubwürdigkeit, Gradlinigkeit und Rücksichtnahme. „Peter Biller, Sie haben endscheidend dazu beigetragen, dass unsere VR-Bank so ist, wie sie heute ist, sowohl von außen als auch von innen aufgeräumt und freundlich“, sagte Professor Dr. Martin Jonas.

Prof. Dr. Martin Jonas (l.) mit Peter Biller (r.).