VR-Bank Rhein-Sieg weiter auf Erfolgskurs

Fusion mit der Raiffeisenbank Much-Ruppichteroth in Vorbereitung

25.02.2016

Übersicht der wichtigsten Kennzahlen

  2014 2015
Bilanzsumme 1,758 Mrd. EUR 1,924 Mrd. EUR
Gesamtkundenvolumen 3,628 Mrd. EUR 3,916 Mrd. EUR
Kundenkredite 1,284 Mrd. EUR 1,377 Mrd. EUR
Kundeneinlagen 1,358 Mrd. EUR 1,511 Mrd. EUR
Anzahl Mitarbeiter 334 324
Anzahl Mitglieder 39.505 40.519
Ergebnis vor Steuern 18,7 Mio EUR 18,0 Mio. EUR
Betriebsergebnis nach Bewertung 17,8 Mio. EUR 16,9 Mio. EUR
Jahresüberschuss 3,859 Mio. EUR
3,910 Mio. EUR

Viel hatte sich die VR-Bank Rhein-Sieg anlässlich ihres 125-jährigen Geburtstages einfallen lassen. Damit wollte das regionale Kreditinstitut den vielen Mitgliedern und Kunden „Danke sagen“, aber auch ein deutliches Zeichen durch zahlreiche soziale Projekte hinsichtlich der Verantwortung für die Region setzen.

„Betriebswirtschaftlich wurde unser Engagement durch ein gutes Geschäftsergebnis in 2015 belohnt. Und dies obwohl das Jahr 2015 uns vor vielerlei Veränderungen und Herausforderungen stellte: angefangen bei immer neuen gesetzlichen Regulierungen über schwierige gesamtwirtschaftliche Rahmendaten bis hin zu neuen Technologien und deren Folgen für den Wettbewerb oder das Verbraucherverhalten im Rahmen der Digitalisierung.
Hier wird deutlich, dass die vertrauensvolle Verbindung zwischen Mitgliedern und Kunden und einer motivierten fachkompetenten Mitarbeiterschaft eine ideale Symbiose bilden“, freute sich Dr. Martin Schilling, Vorstandsvorsitzender der VR-Bank Rhein-Sieg gemeinsam mit seinem Vorstandskollegen Holger Hürten.

Dank kräftiger Zuwächse im Kundengeschäft konnte die VR-Bank Rhein-Sieg ihre Marktposition weiter ausbauen. So stieg die Bilanzsumme von 1,758 Milliarden Euro um 9,4 Prozent auf 1,924 Milliarden Euro. Die Forderungen an Kunden wuchsen um 7,3 Prozent von 1,284 Milliarden Euro auf 1,377 Milliarden Euro an und die Kundeneinlagen und eigenen Inhaberschuldverschreibungen legten sogar um 11,3 Prozent von 1,358 Milliarden Euro auf 1,511 Milliarden Euro zu.

Trotz des guten Ergebnisses glaubt die VR-Bank Rhein-Sieg,  dass der richtige Zeitpunkt gekommen ist, grundlegende Entscheidungen im Hinblick auf eine Zukunftssicherung der Bank zu treffen. Um weiter am Bankenmarkt bestehen zu können, möchte man noch leistungsfähiger werden. „Die seit Mitte letzten Jahres stattfindenden Gespräche zwischen Vorstand und Aufsichtsrat unserer VR-Bank und der Raiffeisenbank Much-Ruppichteroth entwickelten sich so positiv, dass wir den Entscheidungsgremien der beiden Häuser die Fusion zur Beschlussfassung vorlegen möchten“, erläuterte Dr. Martin Schilling. Am 14. Juni tagt die Generalversammlung in Much, am 20. Juni dann die Vertreterversammlung der VR-Bank. „Sollte alles glatt laufen und die Mitglieder bzw. Vertreter der beiden Banken stimmen rückwirkend zum 31.12.2015 mit dreiviertel Mehrheit für den Zusammenschluss, erfolgt am 20. August die sogenannte technische Fusion, womit die EDV-mäßige Übertragung gemeint ist. Das erweiterte Geschäftsgebiet der VR-Bank Rhein-Sieg schmiegt sich im Osten an unseren bisherigen Wirkungskreis an und umfasst die Gemeinden Much und Ruppichteroth“, so der Vorstandsvorsitzende weiter.

Holger Hürten und Dr. Martin Schilling
Dr. Martin Schilling und Holger Hürten präsentieren das Geschäftsgebiet nach Fusion

Provisionsergebnis als Ertragsgarant

„Das Provisionsgeschäft entpuppt sich immer mehr als unverzichtbare Ertragssäule unserer Bank“, konstatierte Dr. Martin Schilling. „Da der Zinsüberschuss fast komplett für die Deckung der Kosten benötigt wird und die Personal -und Verwaltungskosten eher steigen, kommt dem Provisionsgeschäft eine herausragende Stellung zu.

Ein nahezu konstantes Ergebnis vor Steuern von 18,011 Millionen Euro  (2014: 18,696 Mio.€) versetzt die Bank in die Lage, die Reserven weiter aufzustocken.

Der verbleibende Jahresüberschuss, aus dem die Bank ihren Anteilseignern erneut eine attraktive Dividende zahlen kann und die Rücklagen stärken wird,  beläuft sich auf 3,910 Millionen Euro (2014: 3,859 Mio. €). Im Rahmen unserer Prüfungsschlusssitzung im Mai wird der Aufsichtsrat auf Vorschlag des Vorstands beschließen, welche Dividendenhöhe der Vertreterversammlung zur Entscheidung vorgelegt wird.

Ein solider Zinsüberschuss und ein um 8,7 Prozent gesteigertes Provisionsergebnis wirken sich positiv auf die Ertragslage der Bank aus.

Unvermeidbare Investitionen in Plastik in Form der neuen Kartenhauptausstattung und Rückstellungen in Pensionsverpflichtungen sorgten für eine Erhöhung der Verwaltungsaufwendungen um 2,021 Millionen Euro auf 33.126 Millionen Euro.

Erneut weist die Bank aufgrund eines guten Risikomanagements und eines sauberen Kreditbestands einen höheren Wert beim Betriebsergebnis nach als beim Betriebsergebnis vor Bewertung aus, das für 2015 bei 16,895 Millionen Euro liegt (2014: 17,844 Mio. €). 

VR-Bank: Partner des Mittelstandes

„Die stabile wirtschaftliche Situation im Rhein-Sieg-Kreis, die hohe Diversifikation von Produktion, Handel und Dienstleistung sowie die zunehmende Urbanisierung gekoppelt mit Bevölkerungszuwachs und steigendem Wohnraumbedarf sehen wir als Gründe für die hohe Nachfrage nach Kreditmitteln in 2015 in der Firmenbank an“, fasste Vorstandsmitglied Holger Hürten zusammen.
Dies führte zu einem Anstieg der genehmigten Darlehen auf 162 Millionen Euro, welches einer Steigerung von circa 40 Prozent gegenüber dem Vorjahr entspricht (2014: 112 Mio. €). Nach wie vor verwenden die Firmenkunden die Darlehen in erster Linie für Immobilienfinanzierungen, wohingegen Ausrüstungs-, Ersatz- und Erweiterungsinvestitionen sowie Betriebsmittel weniger nachgefragt wurden. Die genehmigten Darlehen verteilen sich auf alle Bereiche des gewerblichen Kreditgeschäftes: Firmenkunden, Freiberufler, Landwirte, Großkunden und kommunale Kunden.
Leasingangebote fanden in den Zielgruppen der Heilberufe und der landwirtschaftlichen Kunden Interesse und wurden in Finanzierungskonzepte integriert.  
Die Marktführerschaft im Bereich der landwirtschaftlichen Kunden konnte weiter ausgebaut werden. Hohe Fachkompetenz und intensive Kundenkontakte des VR-Bank-Spezialistenteams führen zu einer großen Wertschätzung seitens der Kunden, aber auch aus politischen Kreisen, wie der Kreisbauernschaft.  
Das Bauträgergeschäft war erneut erfolgreich, obwohl es an ausreichend Bauparzellen mangelte. Es konnten sogar einige neue Bauträgerkunden hinzugewonnen werden. Eins verbindet dabei alle Bauträger: die Suche nach neuen Projektierungsmöglichkeiten, um die übergroße Nachfrage nach insbesondere Eigentumswohnungen in den zentralen Regionen Bonn, Troisdorf, Siegburg und Köln decken zu können.
Das Bauträgergeschäft erwies sich einmal mehr als Zulieferer für den Immobilienvertrieb und die Experten aus der Baufinanzierungsabteilung.


Baufinanzierungsberatung zahlt sich aus

Die niedrigen Zinsen verführen zu der Annahme, dass sich derzeit jeder seinen Traum von der eigenen Immobilie erfüllen kann. Dass die Voraussetzungen dafür sehr gut sind, sieht auch die VR-Bank Rhein-Sieg so, warnt allerdings vor Gefahrenpotentialen, die auch Inhalt eines kompetenten persönlichen Beratungsgesprächs sein sollten. „Wir empfehlen unseren Kundinnen und Kunden mindestens eine Eigenkapitalquote von 10 bis 15 Prozent in ihr Finanzierungsvorhaben einzubringen und die Tilgung bei 2 Prozent, besser noch höher, anzusetzen“, rät Vorstandsmitglied Holger Hürten. „Unsere Beraterinnen und Berater achten darauf, dass sich die Häuslebauer ihre Immobilie nachhaltig leisten können. Ansonsten könnte es brenzlig werden, sollten die Zinsen während der Darlehenslaufzeit wieder auf ein ‚normales‘ Niveau steigen.“
Die Nachfrage nach Immobilienfinanzierungen war in 2015 ungebrochen hoch. Knapp 800 neue Baufinanzierungen wurden mit einem Neugeschäftsvolumen von 86,2 Millionen Euro (2014: 81,8 Mio. €) genehmigt und ausgezahlt, darin enthalten 21,4 Millionen Euro, die an Partner des genossenschaftlichen Verbundes vermittelt wurden. Hinzu kommen weitere 182 summenmäßig kleinere Darlehen für Renovierungen und Modernisierungen. Hier vermittelte die VR-Bank Darlehen in einer Höhe von 4,3 Millionen Euro. In 120 Fällen beinhaltete das Finanzierungskonzept KfW-Darlehen in Höhe von 6 Millionen Euro. Rechnet man die 377 Prolongationen mit einem Volumen von 20,3 Millionen Euro hinzu, vergab die Bank in diesem Spezialgebiet 1.474 Baufinanzierungsdarlehen (2014: 1.312).

Solides Kreditgeschäft

Mit einer Steigerung der Gesamtausleihungen um 7,3 Prozent ist die VR-Bank Rhein-Sieg sehr zufrieden. In absoluten Zahlen sind dies 93,3 Millionen Euro, die dazu führten, dass die Bank nun bei den Forderungen an Kunden 1,377 Milliarden Euro (2014: 1,286 Mrd. €) ausweisen kann. Die Summe teilt sich auf in 87 Millionen Euro Kontokorrentkredite und 1,290 Milliarden Euro Darlehen. Eine erstaunliche Leistung, berücksichtigt man, dass in dieser Summe die hohen Tilgungen kompensiert sind.

Immobilien GmbH auf Objektsuche

Der Umsatz der Immobilientochter VR-Bank Rhein-Sieg Immobilien GmbH hätte noch deutlich höher ausfallen können, würde es nicht an Objekten für bereits vorgemerkte Kundinnen und Kunden fehlen. Trotzdem ist die GmbH mit dem Umsatz, der im dritten Jahr in Folge bei über 1 Million Euro lag, zufrieden.

Tagesgeld: das Allheilmittel?

Seit Jahren schauen viele Anleger ratlos auf den Geld- und Kapitalmarkt, denn die lang anhaltende Niedrigzinsphase vernichtet Jahr für Jahr Vermögen. Leider sieht es auch nicht so aus, als ob die Europäische Zentralbank den Leitzins in der nächsten Zeit erhöhen würde. Vor diesem Hintergrund haben auch in 2015 die Anleger einen Großteil ihres Geldvermögens auf einem Kontokorrentkonto oder als Tagesgeldeinlage geparkt. Eine Steigerung um fast 200 Millionen Euro (24 %) von 825 Millionen Euro auf 1,024 Milliarden Euro verdeutlicht allerdings, dass es sich dabei nicht nur um ausreichende Liquiditätsreserven handelt, sondern dass die Anleger nach wie vor hoffen, so schnell auf Marktveränderungen reagieren zu können. Bei allen anderen sicheren Bankeinlagen waren Rückgänge zu verzeichnen. Die befristeten Einlagen reduzierten sich von 73 Millionen Euro auf 64 Millionen Euro. Bei den Spareinlagen schwand der Bestand von 357 Millionen Euro auf 343 Millionen Euro.

Aufgrund der enormen Steigerungen bei den täglich fälligen Einlagen erhöhte sich der Gesamtbestand der Kundeneinlagen inkl. der eigenen IHS um 153 Millionen Euro (11,3 %) auf 1,511 Milliarden Euro (2014: 1,358 Mrd. €). „Wir werten diese Entwicklung auch als Zeichen des Vertrauens der Anleger gegenüber der VR-Bank“, urteilte Hürten.

Finanzmärkte „durchsetzt“ mit politischen Risiken

War früher noch der Zusammenhang von Konjunktur und Aktienmarkt unstrittig, so wird dieses Grundgesetz der Börse in Zeiten von Null- und Negativzinsen massiv in Frage gestellt. Der Wandel von einstigen Werten und Regeln führt dazu, dass künftig ein ausgefeiltes Risikomanagement die Grundvoraussetzung für erfolgreiches Anlegen bildet. Denn auch im Jahr 7 nach Lehman hat die Finanzwelt nicht zur Normalität zurückgefunden. Das Börsenjahr 2015 bleibt daher als spannend und facettenreich in Erinnerung. Im April mit dem Allzeithoch von 12.390 Punkten himmelhoch jauchzend und im September zu Tode betrübt mit dem Jahrestief von 9.325 Punkten. Zusammenfassend kann sich das Börsenjahr 2015 mit knapp 10 Prozent plus von 9.805 auf 10.743 Punkten sehen lassen.

Die VR-Bank blickt auf ein grandioses Wertpapierjahr 2015 zurück. Ein Umsatzplus von 31 Prozent übertraf selbst die kühnsten Erwartungen. „Unsere Kunden verstehen, dass eine langfristige Vermögensstrukturierung in der heutigen Zeit unumgänglich ist, will man überhaupt noch Erträge erwirtschaften“, erläuterte Holger Hürten.

In absoluten Zahlen erhöhte sich der Wertpapierumsatz von 196 Millionen Euro auf über 257 Millionen Euro. In erster Linie profitierte davon das Investmentgeschäft, welches um 40 Prozent auf 175 Millionen Euro (2014: 125 Mio. €) zulegte. Das Geschäft mit Rentenwerten reduzierte sich um 25 Prozent auf 23 Millionen Euro, wo hingegen die Direktanlage in Aktien sogar um 47 Prozent anstieg, welches in absoluten Zahlen einem Zuwachs von 41 Millionen Euro auf 60 Millionen Euro entspricht.

Insgesamt verwaltet die VR-Bank Rhein-Sieg Wertpapiere im Wert von 553 Millionen Euro gegenüber 531 Millionen Euro in 2014.

Dynamik und Kontinuität zahlen sich aus

„Die seit vielen Jahren dynamische und von großer Kontinuität geprägte Entwicklung des Gesamtkundenvolumens, dabei wird das bilanzielle und außerbilanzielle Geschäft gemeinsam betrachtet, ist Ergebnis unserer sich ausschließlich am Kundenbedarf orientierenden und auf einer langfristigen Kundenzufriedenheit ausgerichteten Beratungs- und Betreuungsphilosophie“, erläuterte Holger Hürten.

Gegenüber dem Vorjahr legte das Gesamtkundenvolumen um 8 Prozent auf 3,916 Milliarden Euro (2014: 3,628 Mrd. €) zu.

In diesem Zusammenhang stellt das Vermittlungsgeschäft eine wichtige Säule des ganzheitlichen Beratungsansatzes dar.

1.262 (2014: 1.363) neu abgeschlossene Lebens-, Renten- oder Krankenversicherungsverträge mit einer Versicherungssumme  von 12,3 Millionen Euro (2014: 16,2) ergänzen die dringend notwendige private Vorsorge, die auf mehreren Standbeinen aufbauen sollte.

Nahezu unverändert hoch war die Nachfrage nach Konsumentenkrediten. Hier vermittelte die VR-Bank Rhein-Sieg im Berichtsjahr 1.392 Verträge (2014: 1.393) als e@syCredits an die TeamBank. Ausgezahlt wurden 12 Millionen Euro (2014: 12,3 Mio. €) für Anschaffungen jeglicher Art.

1.638 Bausparverträge (2014: 1.457) mit einem Volumen von 65,2 Millionen Euro (2014: 51 Mio. €) wurden für den Traum einer eigenen Immobilie abgeschlossen.

Vertriebswegemix sorgt für hohe zeitliche Verfügbarkeit

Schon seit Jahren verbessert die VR-Bank Rhein-Sieg durch Technisierung und flexible Vertriebswege die zeitliche Verfügbarkeit von Finanzdienst,- Beratungs- und Serviceleistungen für ihre Mitglieder und Kunden.
Als Allfinanzanbieter setzt die Bank nach wie vor auf den Filialvertrieb mit persönlichen Ansprechpartnern und erweiterten Öffnungszeiten seit 1.7.2015 unterstützt durch das Internet, welches sich in den letzten Jahren vom reinen Informationskanal hin zum Vertriebskanal entwickelt hat. Darüber hinaus sorgen SB-Service, Onlinebanking, telefonische Kundenbetreuung oder die persönliche Beratung zu Hause für ein Höchstmaß an Flexibilität.
Dass viele Menschen genau diesen Vertriebswegemix suchen, zeigt die erfreulich hohe Zahl von 3.435 Neukunden. Insgesamt betreut die VR-Bank Rhein-Sieg in ihren 23 Filialen in Siegburg, Troisdorf, Niederkassel  Sankt Augustin, Lohmar und Neunkirchen-Seelscheid 102.115 Kundinnen und Kunden.

69.357 Girokonten (+ 467) dienen der Abwicklung des Zahlungsverkehrs. Über 77 Prozent der Privatkunden hatten sich für Online-Banking freigeschaltet, 47 Prozent nutzten tatsächlich diese bequeme Art des Zahlungsverkehrs in 2015 für sich. Im Firmenkundengeschäft liegt die Freischaltungsquote schon bei über 90 Prozent, zur Anwendung kommt das Verfahren bei 76 Prozent aller Geschäftskonten. Beliebteste Möglichkeit (40 %) zur Generierung der PIN ist der Kartenleser Smart Tan optic. Stark im Vormarsch ist mit 36 Prozent plus das mobile Banking, welches schon 14,5 Prozent der Nutzer anwenden.

Wer seine Finanzen stets im Blick haben möchte, kann dies über die Banking-Apps der VR-Bank Rhein-Sieg bequem von überall und wann auch immer tun. Die „Online-Filiale“ und die „Online-Filiale+“ stehen kostenlos zum Download bereit.

Im Web 2.0 ist die VR-Bank mit eigenem Facebook-Auftritt sowie bei Wikipedia und gute-banken.de vertreten. Instagram und Youtube werden im Laufe dieses Jahres hinzukommen.

Die Bank, die ihren Mitglieder gehört

In einer Zeit, in der Werte scheinbar verloren gehen, blüht das Genossenschaftswesen förmlich auf. Die Ausrichtung auf die Interessen der Mitglieder zu Lasten von Gewinnmaximierung spricht immer mehr Menschen an. Genossenschaftsbanken verstehen sich als Wertegemeinschaft und richten ihr Handeln an klar definierten genossenschaftlichen Werten wie zum Beispiel Partnerschaftlichkeit, Vertrauen, Fairness und Verantwortung aus, trotz aller betriebswirtschaftlichen Notwendigkeiten.
„Diese Werte, verbunden mit einer Vielzahl von Mehrwerten, machen es für viele unserer Kundinnen und Kunden attraktiv, ein Teil der großen Gemeinschaft zu sein. In 2015 entschieden sich 2.034 Kundinnen und Kunden gleichzeitig auch Teilhaber unserer VR-Bank zu werden. Dadurch wuchs die genossenschaftliche Familie auf 40.519 (2014: 39.505) Mitglieder an“, freute sich Dr. Martin Schilling.

Risikomanagement zunehmend wichtiger 

Im Controlling der VR-Bank wurde auch in 2015 wieder sehr gute Arbeit geleistet. Insbesondere widmet sich die Abteilung den Risikofaktoren, denen eine Bank ausgesetzt ist. „Im Berichtsjahr ist die Bank nur solche Risiken eingegangen, die hinsichtlich ihrer Auswirkungen zu beurteilen waren und die konkret beziffert werden konnten“, erläuterte Dr. Martin Schilling. Dabei haben die Spezialisten neben den Kreditrisiken auch Marktpreis- und Zinsänderungsrisiken sowie Vertriebs- und Liquiditätsrisiken stets im Blick. Im Rahmen der Risikostrategie legt die VR-Bank großen Wert auf eine gesunde Relation zwischen Ertrag und Risiko.

Alles auf eine Karte

Keiner hat gerne das Portemonnaie voller Karten. Diesem Bedürfnis der Kunden folgt die Kartenstrategie der VR-Bank Rhein-Sieg. Eine neue Technologie macht es möglich, mehrere Girokonten über eine Bankkarte zu steuern. Durch diese Maßnahme konnte die VR-Bank schon in 2014 den Kartenbestand um rund 10.000 Stück reduzieren, was jetzt noch einmal im Rahmen der Versorgung mit neuen Bankkarten Ende des vergangenen Jahres gelungen ist. Der Bestand verkleinerte sich dadurch noch einmal um über 12.000 Stück von 79.421 auf 67.299 Bankkarten. Der Bestand der Kreditkarten nahm leicht auf 12.208 Stück ab.

In 2015 ging die Anzahl der Auszahlungen an den 54 (+3) Geldautomaten der VR-Bank Rhein-Sieg erstmals seit vielen Jahren zurück. Eine Entwicklung, mit der man schon seit längerer Zeit aufgrund der zunehmenden Aktivitäten im Bereich des bargeldlosen Bezahlens gerechnet hatte. Nach 1,895 Millionen Transaktionen in 2014 wurden die Automaten im Berichtsjahr 1,862 Millionen Mal bedient und zahlten 331 Millionen Euro (2014: 353 Mio. €) aus. Dadurch reduzierte sich der durchschnittlich ausgezahlte Betrag auf 178 Euro nach 186 Euro in 2014.

Einen besonderen Service bietet die VR-Bank ihren Kundinnen und Kunden in acht Filialen kostenlos:  Münzzählmaschinen zum schnellen Zählen des Kleingeldes verbunden mit der direkten Gutschrift der gesammelten Beträge auf dem Konto.

Sozialbilanz – Zeichen unserer Nachhaltigkeit

  • Wir fördern unsere Mitglieder

Mitgliederförderung zeigt sich bei der VR-Bank nicht nur durch die jährliche Dividendenzahlung, sondern auch in Form vieler weiterer Mehrwerte. So profitieren die Anteilseigner von zahlreichen Vorteilen bei den Partnern der Genossenschaftlichen Finanzgruppe, aber auch von Mehrwerten bei den Kooperationspartnern des VR-mehrWert-Programms, dem sich ungefähr 90 Partner angeschlossen haben. Die VR-MitgliederAkademie bietet kostenlos oder gegen einen kleinen Obulus interessante Fachvorträge oder Workshops an. Hinter VR-MitgliederEvents verbergen sich Veranstaltungsangebote, wie Besichtigungen oder Ausflüge, die sich ebenfalls ausschließlich an die Mitglieder der Bank richten.

  • Wir fördern Vereine und gemeinnützige Einrichtungen

Als Genossenschaftsbank ist die VR-Bank in der Region tief verwurzelt und fühlt sich für dieselbe auch mit verantwortlich. Als sichtbares Zeichen dieser Verantwortung unterstützt die Bank Jahr für Jahr unterschiedlichste Projekte durch Spenden- und zahlreiche Sponsoringaktivitäten. Insgesamt wurden dafür knapp 290.000 Euro bereit gestellt.
Eine neue Form der Förderung und Ausdruck der genossenschaftlichen Idee ist die Online-Plattform www.vrbankrheinsieg.viele-schaffen-mehr.de. Über diese Plattform können alle gemeinnützigen Vereine, Einrichtungen und Institutionen aus dem Geschäftsgebiet der VR-Bank Rhein-Sieg Projekte einstellen, für die normalerweise kein Geld vorhanden ist. Dabei unterstützt die Bank jeden Spender einmalig ab einer Spende von 10 Euro mit einem Co-Funding von 7,50 Euro. „Seit Auflegung des Projektes Mitte September 2015 bis heute wurden bereits 24 Projekte eingestellt und eine Spendensumme von über 90.000 Euro konnte eingesammelt werden. Die Plattform ist offen für weitere Projekte“, begeisterte sich Dr. Martin Schilling.

  • Wir sind Arbeitsgeber und Ausbildungsbetrieb

324 (-10) Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter inklusive 17 Auszubildender stellen jeden Tag ihre Leistungsfähigkeit und ihr Können zu Gunsten unserer Mitglieder und Kunden unter Beweis. Davon nutzen 79 Angestellte die Möglichkeit einer Teilzeitbeschäftigung. Mit 205 Damen gegenüber 119 Herren ist das weibliche Geschlecht deutlich in der Überzahl.
Die Treue und Loyalität zu einem Unternehmen lässt sich an den Jahren der Betriebszugehörigkeit festmachen, die bei der VR-Bank bei 17,9 Jahren liegt. Im Durchschnitt sind die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter 42,8 Jahre alt.
Eine Vielzahl von Weiterbildungsmöglichkeiten für Führungs- oder Fachkarrieren bietet die VR-Bank ihren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, sowohl über die eigenen Akademien der Genossenschaftsbanken als auch Inhouse. 225 VR-Bänker kamen im abgeschlossenen Geschäftsjahr an 1.190 Tagen in den Genuss bestmöglicher Qualifizierungsangebote, wofür die Bank 290.000 Euro aufwendete.

  • Wir fördern Nachhaltigkeit

Im dritten Jahr in Folge leistete die VR-Bank durch das Pflanzen kleiner Bäume einen wertvollen Beitrag zum Umwelt- und Klimaschutz und setzte ein Zeichen im Hinblick auf Nachhaltigkeit. Entsprechend der Anzahl der neu gewonnenen Mitglieder, in 2014 waren dies 1.700, kam die Bank ihrem Versprechen nach und pflanzte  für jedes neue Mitglied einen kleinen Baumsetzling. Die Aktion wird auch im Jahr 2016 für das Jahr 2015 fortgesetzt.

  • Wir zahlen unsere Steuern vor Ort

Gewerbesteuerzahlungen in Höhe von insgesamt 3,272 Millionen Euro versetzen die Kämmerer der örtlichen Kommunen in die Lage, wichtige Aufgaben zu realisieren.