VR-Bank Rhein-Sieg präsentiert erfolgreiches Geschäftsjahr

Tradition trifft auf Moderne

20.02.2018

„Nichts ist so beständig wie der Wandel“, wusste schon Heraklit – eine Aussage, die besonders gut die vielfältigen Veränderungen und Herausforderungen für Menschen und Unternehmen in unserer Gesellschaft beschreibt. „Fortschritt und Wandel lassen sich nicht aufhalten, das wissen auch wir in der VR-Bank Rhein-Sieg. Die Frage ist, wie wir Veränderungen begegnen, wie wir mit den Kräften des Wandels aktiv und verantwortungsvoll umgehen? Die digitale Transformation fördert heute branchenübergreifend und in rasantem Tempo immer neue Innovationen und Geschäftsmodelle zu Tage. Ihren Erfolg jedoch definiert der Mensch“, beschreibt Dr. Martin Schilling, Vorstandsvorsitzender der VR-Bank Rhein-Sieg, die aktuelle Lage.

Für die VR-Bank Rhein-Sieg war das abgelaufene Geschäftsjahr trotz Negativzinsen und Regulatorik ein gutes Jahr. „Es ist uns gelungen, durch richtige Entscheidungen und eine besonnene Strategie ein bemerkenswertes Wachstum zu erreichen“, berichtete Dr. Martin Schilling nicht ohne Stolz.
Dazu beigetragen hat sicherlich auch der seit dem Jahr 2013 andauernde Konjunkturaufschwung in Deutschland, der in 2017 weiter voranschritt und erneut zu einem überdurchschnittlichen gesamtwirtschaftlichen Wachstum führte. Nach Jahren politischer wie auch wirtschaftlicher Unsicherheit besserte sich in 2017 die Stimmung an den Finanzmärkten ebenfalls nachhaltig.

Unter dem Strich erwirtschaftete die Genossenschaftsbank einen vorläufigen Bilanzgewinn von 6 Millionen Euro (2016: 5,5 Mio. Euro). Und dies, obwohl erneut eine Fusion verkraftet werden musste. Im Oktober wurde das Zahlenwerk der Raiffeisenbank Sankt Augustin mit dem der VR-Bank Rhein-Sieg zusammengeführt. In 32 Geschäftsstellen in den Kommunen Siegburg, Troisdorf, Lohmar, Niederkassel, Sankt Augustin, Neunkirchen-Seelscheid, Much und Ruppichteroth bietet die VR-Bank Rhein-Sieg nunmehr qualifizierte Service- und Finanzdienstleistungen an.
In allen Bereichen der fusionierten Bank konnte die VR-Bank Rhein-Sieg zulegen. Die Bilanzsumme kletterte zum 31.12.2017 um 7,06 Prozent von 2,430 Milliarden Euro auf 2,601 Milliarden Euro. Die Forderungen an Kunden wuchsen sogar zweistellig um 11,06 Prozent von 1,692 Milliarden Euro auf 1,879 Milliarden Euro an und die Kundeneinlagen inklusive der eigenen Inhaberschuldverschreibungen legten um beachtliche 9,21 Prozent von 1,914 Milliarden Euro auf 2,091 Milliarden Euro zu.

„Ein hervorragendes Ergebnis, hinter dem sich eine Geisteshaltung verbirgt. Denn in der heutigen Zeit heißt es täglich Bewährtes in Frage oder sogar auf den Kopf zu stellen und zu verstehen, dass agile Zukunftsplanung und –gestaltung höchstens einen Horizont von zwei Jahren umfasst. Genau in diesen bewegten Zeiten sind die Verbindungen zwischen Menschen eine verlässliche Basis,  die uns Mut geben und stark machen für die Reise in die Zukunft“, führte Dr. Martin Schilling aus.
Dazu passt der 200. Geburtstag von Friedrich Wilhelm Raiffeisen, einem der Genossenschaftsgründer, in diesem Jahr perfekt. Denn die zunehmende Vernetzung unserer Mitglieder und Kunden wird entscheidend getragen von der Philosophie F. W. Raiffeisens: „Was einer alleine nicht vermag, das schaffen viele!“

Übersicht der wichtigsten Kennzahlen

  2016 2017
Bilanzsumme 2,430 Mrd. EUR 2,601 Mrd. EUR
Gesamtkundenvolumen 4,967 Mrd. EUR 5,403 Mrd. EUR
Kundenkredite 1,692 Mrd. EUR 1,879 Mrd. EUR
Kundeneinlagen 1,914 Mrd. EUR 2,090 Mrd. EUR
Anzahl Mitarbeiter 421 423
Anzahl Mitglieder
51.349 51.104
Bilanzgewinn 5,5 Mio. EUR 6,0 Mio. EUR

Zufriedenstellende Ertragslage

Aufgrund der anhaltenden Niedrigzinsphase musste die VR-Bank Rhein-Sieg beim Zinsüberschuss wieder Federn lassen und einen Rückgang um 5,76 Prozent von 47,656 Millionen Euro auf 44,913 Millionen Euro verkraften. Ums so wichtiger war das starke Wachstum des Provisionsgeschäftes um 11,50 Prozent. In absoluten Zahlen konnte es um 1,9 Millionen Euro von 16,294 Millionen Euro auf 18,168 Millionen Euro zulegen.

Die Verwaltungsaufwendungen legten nur um 2,14 Prozent auf 42,318 Millionen Euro (2016: 41,435 Mio. Euro) zu.
Der vorläufige Jahresüberschuss beträgt 6 Millionen Euro (2016: 5,5 Mio. Euro), aus dem die Bank ihren Anteilseignern erneut eine attraktive Dividende zahlen kann und die Rücklagen stärken wird. Im Rahmen der Prüfungsschlusssitzung im Mai wird der Aufsichtsrat auf Vorschlag des Vorstands beschließen, welche Dividendenhöhe der Vertreterversammlung zur Entscheidung vorgelegt wird.

Tagesgeld unangefochten

Es klingt fast wie eine Gebetsmühle: Wer sein Geld in Bankeinlagen investiert, verliert Tag für Tag Geld. Obwohl dies so ist und obwohl die Banken daraus auch keinen Hehl machen, bleibt das Tagesgeld die gefragteste Anlageform. Im Berichtsjahr flossen der VR-Bank fast 200 Millionen Euro mehr an täglich fälligen Geldern zu. Damit erhöhte sich der Bestand um 14,61 Prozent von 1,350 Milliarden Euro auf 1,548 Milliarden Euro. Leichte Rückgänge gab es bei den befristeten Einlagen, die allerdings in den letzten Jahren schon auf 106 Millionen Euro abgeschmolzen sind. Die Spareinlagen legten um knapp 1 Prozent auf 417 Millionen Euro zu. Eigene Inhaberschuldverschreibungen reduzierten sich durch Fälligkeiten um weitere 53 Prozent auf nun 20 Millionen Euro.
„Insgesamt legten unsere Kundeneinlagen um stolze 9,21 Prozent zu, so dass unser Gesamtbestand erstmals die 2-Milliarden-Euro-Grenze knackte und zum Jahresultimo bei 2,091 Milliarden Euro (2016: 1,914 Mrd. Euro) stand. Obwohl wir bei unserer Zentralbank für Geldeinlagen Zinsen zahlen müssen, sollen derzeit unsere 127.000 Kundinnen und Kunden in der Region weiterhin von Negativzinsen verschont bleiben“, versicherte Vorstandsmitglied Holger Hürten. „Wir freuen uns natürlich, wenn unsere Bilanzzahlen wachsen, angesichts der geringen Verzinsung sollten unsere Kunden aber stärker eine qualifizierte Vermögensstruktur in Betracht ziehen. Hier kann unsere hochwertige genossenschaftliche Beratung helfen, die richtige Anlageentscheidung zu treffen“, so Hürten weiter.

Börsenjahr 2017: DAX auf Rekordjagd

Das Börsenjahr 2017 kann sich sehen lassen. Denn zum sechsten Mal in Folge verbuchte das Börsenbarometer ein Gewinnjahr. Der DAX markierte ein neues Allzeithoch und schloss am letzten Handelstag mit 12.917 Punkten, was einem Plus von 12,5 Prozent entspricht. Interessant war, dass die Märkte die politischen Risiken – egal ob ein via Twitter regierender US-Präsident Donald Trump, ein größenwahnsinniger Diktator in Nordkorea oder eine Kanzlerin Angela Merkel ohne stabile Regierung – offensichtlich ausgeblendet hatten.

„Auch in 2017 war die Anlage in Aktien weitgehend alternativlos. Interessante Renditen waren anderswo, etwa in Unternehmens- oder Staatsanleihen, nach wie vor kaum zu erzielen. Darauf ausgerichtet war somit auch die Anlageberatung der VR-Bank Rhein-Sieg, die auf ein sehr erfolgreiches Wertpapierjahr zurückblicken kann“, erläuterte Holger Hürten.

Edelmetalle wie Gold gewinnen bei der Geldanlage zunehmend an Attraktivität. „Daher haben wir in 2017 die Anlage in Gold in unsere Vermögensstrukturberatung aufgenommen. Eine Beimischung von fünf bis zehn Prozent des Anlageportfolios empfehlen wir“, führte Holger Hürten weiter aus.

Der Wertpapierbestand konnte um gut 48 Millionen Euro ausgebaut werden und belief sich zum Jahresultimo auf 769,5 Millionen Euro (2016: 721,2 Mio. Euro). Dazu beigetragen hat eine Umsatzsteigerung um knapp 30 Millionen Euro auf 280,3 Millionen Euro (2016: 251,2 Mio. Euro).

Die Anlage in Investmentfonds des genossenschaftlichen Partners Union Investment steht bei den Anlegern hoch im Kurs. 175 Millionen Euro flossen alleine in diese Anlageform, gefolgt von der Direktanlage in Aktien mit 96 Millionen Euro. Rentenpapiere mit unter 10 Millionen Euro spielen aufgrund der niedrigen Zinsen so gut wie keine Rolle.
„Besonders erfreulich ist, dass unsere Kunden das Wertpapiergeschäft als Sparform für sich entdeckt haben. Schon ab einer Sparrate von 25 Euro ist dies möglich. Denn auch kleine Sparraten zahlen sich langfristig aus. 2.394 neue Fondssparpläne konnte die Bank in 2017 mit einem neuen 12-Monats-Sparvolumen von 3,325 Millionen Euro generieren. Damit erhöhten sich die Sparplanbestände auf knapp 10.000 Stück.

Intensives Bankgeschäft

Um 9,2 Prozent auf 5,403 Milliarden Euro (2016: 4,967 Mrd. Euro) wuchs im abgelaufenen Geschäftsjahr das Gesamtkundenvolumen. Diese Zahl ist vor dem Hintergrund besonders wichtig, zeigt sie doch das gesamte vertriebliche Engagement eines Hauses, denn das bilanzielle und außerbilanzielle Geschäft wird gemeinsam betrachtet.
Die Schattenseite der aktuellen Finanzpolitik zeigt sich auch bei dem Dilemma der privaten Vorsorge, die für die Menschen in unserem Land immer wichtiger wird. Eine Lebensversicherung ist und bleibt auch heute noch ein wichtiges Standbein der privaten Vorsorge. 1.116 Verträge mit einer Versicherungssumme von 10,0 Millionen Euro konnten abgeschlossen werden.  
Der Absatz von Konsumentenkrediten erhöhte sich auf 2.045 Stück (2016: 1.885 Stück). Von der TeamBank wurden in Form von easyCredits 17,6 Millionen Euro (2016: 15,9) an die Kunden ausgezahlt.
Das Bauspargeschäft behauptete sich unter schwierigen Rahmenbedingungen. 1.307 Bausparverträge mit einem Bausparvolumen von 64,4 Millionen Euro wurden platziert.

Innovative Geschäftsstellenkonzepte

2017 war in den Geschäftsstellen der VR-Bank Rhein-Sieg ein Jahr der Veränderung und gleichzeitigen Erneuerung. „Die Strategie, in personell und technisch gut ausgestatteten Regionalzentren gebündelt Beratung zu Themen wie Baufinanzierung, Kredite und Anlagen anzubieten, ist aus unserer Sicht aufgegangen. Gleichzeitig nutzen immer mehr Kunden die verschiedenen Möglichkeiten, online, per App, per Telefon oder in Selbstbedienungsfilialen weitgehend selbständig das Tagesgeschäft rund ums eigene Konto zu managen“, führte Holger Hürten aus. „Gerade dem Kanal Telefon messen wir eine hohe Bedeutung bei. Daher haben wir hier sowohl in Technik als auch in qualifizierte Mitarbeiter investiert. Dazu werden auch erste Schritte in der Videotelefonie gehören. Abgeschlossen ist dieser Prozess noch nicht, denn bisher wurden noch nicht alle Filialen im Hinblick auf das veränderte Kundenverhalten beleuchtet. “Eins steht allerdings fest: Wir werden uns nicht aus der Fläche zurückziehen“, fasste Holger Hürten zusammen.

„Neben den räumlichen Veränderungen wird sich unsere Bank in nächster Zeit vorrangig um die Erweiterung bei digitalen Angeboten kümmern, um auch in Zukunft vorne mitzuspielen. Dabei gehen wir bewusst neu Wege“, erläuterte Holger Hürten. „Wie dies dann in der Praxis aussehen kann, werden die Kunden in der neu entstehenden Filiale am Troisdorfer Bahnhof ab Frühjahr 2019 erleben können.“ Dazu wird auch gehören, dass die Präsenz der VR-Bank Rhein-Sieg auf den Social-Media-Kanälen wie Facebook, Instagram und YouTube deutlich zunehmen wird.

3.251 Neukunden sind ein Indiz dafür, dass die VR-Bank für immer mehr Menschen in der Region die richtige Wahl ist.

Die Neuausrichtung der Bank ist auch deshalb notwendig, weil immer mehr Kunden ihr Verhalten geändert haben. So steigerte sich die Zahl der online-geführten Konten erneut um über 14 Prozent auf 60.887 (2016: 53.326). Circa 50 Prozent der Privatkunden nutzen die Möglichkeit des Online-Bankings dann auch, im Firmenkundenbereich sind dies sogar über 93 Prozent. Bei der TAN-Generierung dominieren mit 45 Prozent noch das Smart-TAN optic oder Smart-TAN Photo-Verfahren. Die höchste Steigerungsrate konnte allerdings das mobile TAN-Verfahren aufweisen, welches nun bereits 20,4 Prozent der Nutzer einsetzen. Der Bedeutung des Smartphones als Kommunikationsmedium Nr. 1 wird auch die VR-Banking App gerecht, die das Konto des Kunden und viele Angebote auf das Mobiltelefon zaubert und die für immer mehr Kunden eine bequeme Möglichkeit darstellt, stets mit der Bank verbunden zu sein.

Herausragendes Kreditgeschäft

Zweistellige Wachstumsraten sind in der heutigen Zeit eher eine Seltenheit. Gelungen ist dies in 2017 der VR-Bank Rhein-Sieg. Mit einem Plus von 11,06 Prozent wuchs der Gesamtbestand der Kundenausleihungen von 1,692 Milliarden Euro auf 1,879 Milliarden Euro. „Eine unglaubliche Leistung“, kommentierte Vorstandsmitglied Ralf Löbach dieses Ergebnis. „Auch wenn regulatorische Hürden nicht kleiner werden, spielt in unserem Kreditgeschäft der Faktor Mensch weiterhin eine große Rolle. Das spiegelt sich in langjährigen Kundenverbindungen mit unseren Beratern als Beziehungsmanager wider.“  
Das Wachstum setzt sich zusammen aus einem um 11,13 Prozent gestiegenen Darlehensbestand auf 1,782 Milliarden Euro (2016: 1,603 Mrd. Euro) und einem 9,79-prozentigem Anstieg bei den Kontokorrentkreditinanspruchnahmen auf 97,5 Millionen Euro (2016: 88,8 Mio. Euro). Insgesamt wurden in 2017 neue Darlehen mit einer Gesamtsumme von 402,6 Millionen Euro (2016: 263,2 Mio. Euro) genehmigt.

Mittelstand im Mittelpunkt

„Dank eines anhaltenden Kundenzuspruchs sowie einer hohen Nachfrage von Krediten seitens der Kunden und Investoren konnten wir unser Firmenkreditgeschäft ausweiten und somit auch weitere Marktanteile hinzugewinnen. Wir sind sehr stolz, dass wir in der Region eine so hohe Reputation genießen und als verlässlicher Partner wahrgenommen werden“, freute sich Ralf Löbach. „Denn was uns besonders glücklich macht ist der Umstand, dass viele unserer Geschäfte aufgrund von Kundenempfehlungen zustande kommen. Das spricht für unsere Qualität.“
Natürlich wirkt sich die gute gesamtwirtschaftliche Situation auch positiv auf die Bonität der Firmen- und Gewerbekunden der Region aus. „In Verbindung mit einer effizienten Kreditorganisation und der hohen Eigenkapitalausstattung unserer VR-Bank sind wir in der Lage, Kreditanfragen schnell und flexibel abzuwickeln“, erläuterte Ralf Löbach.
Die Kredite wurden insbesondere bewilligt für steigende Investitionen in Ausrüstungen, Bauten und sonstige Anlagen. „Dies deutet sich auch für das laufende Jahr an, da die Investitionsfreude und die hohe Bilanzqualität die Robustheit der mittelständischen Unternehmen unterstreicht und diese sich somit gut gerüstet für zukünftige Risiken zeigen“, beurteilt Ralf Löbach die aktuelle Lage.
Für das Plus von 70 Prozent bei den Kontokorrentzusagen auf 118,8 Millionen Euro (2016: 70,0 Mio. Euro) führt die Bank zwei Gründe an: Erneutes Wachstum im Bauträgergeschäft und eine deutliche Intensivierung des Kommunalkreditgeschäftes.
Das Bauträgergeschäft konnte nach den starken Vorjahren weiter ausgebaut werden. Als Motor dieses Geschäftes kann  die ungebrochen hohe Nachfrage nach Wohneigentum, der weiterhin niedrigen Zinsen und die attraktive Wirtschaftsregion angegeben werden.

Bestes Jahr in der Immobilien GmbH

Die Immobilien GmbH kann mit einem Umsatz von 1,117 Millionen Euro auf das beste Jahr seit Bestehen zurückblicken. 100 verkaufte Objekte und 26 Objekte zur Vermietung oder Verpachtung waren die Garanten dieses Erfolges. Die Kunden schätzen insbesondere die Begleitung seitens der Immobilienexperten sowie die Möglichkeit der Finanzierung der Kaufobjekte quasi aus einer Hand. Der Umsatz hätte noch deutlich höher ausfallen können, wären ausreichend Objekte verfügbar gewesen. Die hohe Nachfrage nach Immobilien sorgte für einen weiteren Anstieg der Immobilenpreise.

Seriöse Baufinanzierung gefragt

Noch hält die Niedrigzinsphase an, so dass viele Menschen sich für die Verwirklichung ihres Lebenstraums - eine eigene Immobilie - entscheiden. Hierbei nehmen sie in Kauf, dass derzeit Höchstpreise zur Verwirklichung dieses Traums bezahlt werden müssen. „Gerade vor diesem Hintergrund ist uns eine seriöse Beratung besonders wichtig, damit sich unsere Kunden auch bei veränderten Rahmenbedingungen weiterhin problemlos ihre Immobilie leisten können“, führte Ralf Löbach aus.

Wie wichtig für die Kunden dabei die richtige Beratung ist, verdeutlicht eine Befragung der VR-Bank, die bei allen Kunden, mit denen eine Baufinanzierungsberatung realisiert wurde, durchgeführt wird. „Dabei stechen zwei Mitarbeitereigenschaften, die von besonders vielen Kunden geschätzt werden, heraus. Ganz oben steht für 91 Prozent der Befragten die „Vertrauenswürdigkeit des Beraters, gefolgt von „guten Zinsen“ bei 87 Prozent und der „persönlichen Beratung“ bei 84 Prozent der Befragten. „Das sind herausragende Werte, die für die Qualität unserer Mitarbeiter sprechen“, zeigt sich Ralf Löbach hocherfreut. „Zehn bis 15 Prozent Eigenkapital sollten in ein Finanzierungskonzept auch heute einfließen, denn nur so sind die neuen Eigentümer vor eventuellen Zinsänderungs-risiken geschützt. Lange Zinsfestschreibungen gehören genauso zu einer seriösen Beratung wie Tilgungen von mindestens 2,5 Prozent oder höher“, erläutert Ralf Löbach weiter.
 Durch das äußerst florierende Geschäft wurden 84,4 Millionen Euro (2016: 78,8 Mio. Euro) für 707 (2016: 659) neue Baufinanzierungsdarlehen genehmigt. Weitere 21,8 Millionen Euro vermittelte die VR-Bank Rhein-Sieg an die verbundeigenen Hypothekenbanken und noch einmal 7,1 Millionen Euro wurden von der KfW bereitgestellt. Finanzierungen in Höhe von circa 20 Millionen Euro lehnte die Bank aufgrund fehlendem Eigenkapital ab.

Friedrich Wilhelm Raiffeisen feiert 200. Geburtstag

Am 30. März jährt sich zum 200. Mal der Geburtstag einer der Vordenker der Genossenschaftsidee: Friedrich Wilhelm Raiffeisen. Der Visionär lebte im 19. Jahrhundert – in einer Zeit, die von tiefer sozialer Spaltung geprägt war. Als Raiffeisen Bürgermeister im Westerwald wurde, handelte er. Er gründete Darlehensvereine und überzeugte die Menschen, sich gegenseitig mit Krediten zu helfen. Heute sind eine Milliarde Menschen Mitglied einer Genossenschaft und folgen seiner Idee: Was einer alleine nicht schafft, das schaffen viele! „Übersetzt in die heutige Sprache, gratulieren wir Herrn Raiffeisen vom Start-up-Unternehmer zum Global Player“, erläuterte Vorstandsmitglied Andre Schmeis und kündigte an, dass die VR-Bank diesen Geburtstag mit unterschiedlichen Aktionen das ganze Jahr über feiern wird.
Dabei wird der Fokus besonders auf die Genossenschafts-mitglieder gerichtet sein, deren Zahl – bedingt durch die Fusion – auf 51.104 (2016: 46.332) Teilhaber anwuchs. 

Risikomanagement unverzichtbar

Im Controlling der VR-Bank wurde auch in 2017 wieder sehr gute Arbeit geleistet. Insbesondere widmet sich die Abteilung den Risikofaktoren, denen eine Bank ausgesetzt ist. „Im Berichtsjahr ist die Bank nur solche Risiken eingegangen, die hinsichtlich ihrer Auswirkungen zu beurteilen waren und die konkret beziffert werden konnten“, erläuterte Andre Schmeis. Dabei haben die Spezialisten neben den Kreditrisiken auch Marktpreis- und Zinsänderungsrisiken sowie Liquiditäts-risiken stets im Blick. Im Rahmen der Risikostrategie legt die VR-Bank großen Wert auf eine gesunde Relation zwischen Ertrag und Risiko.

Sachbearbeitung auf höchstem Niveau

Florierende vertriebliche Leistungen finden nur dann ihren Abschluss, wenn die anschließende Sachbearbeitung schnell und kompetent erledigt wird. Über 2.360 Unterlagen zu wirtschaftlichen Verhältnissen, darunter 840 ausgewertete Jahresabschlüsse, haben die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in der Kreditsachbearbeitung im vergangenen Jahr bearbeitet. „Aufgrund von Anpassungen in der laufenden Offenlegung konnten die Papierberge, die zu bewegen sind, reduziert werden“, erläuterte Andre Schmeis. 1.900 Darlehensverträge und weitere 831 Wertgutachten komplettieren das enorme Arbeitsaufkommen. In den beiden letztgenannten Zahlen fehlt die Produktion der ersten zehn Monate der Raiffeisenbank Sankt Augustin.

Bargeld gefragt wie eh und je

Den Kundinnen und Kunden der VR-Bank Rhein-Sieg standen im Geschäftsgebiet 71 geldauszahlende Automaten zur Verfügung. Davon sind 46 Maschinen so genannte Recycler, an denen auch Geld eingezahlt werden kann. Knapp 2,24 Millionen Transaktionen wurden an den Geräten vorgenommen. In Umlauf kamen damit 446 Millionen Euro an Bargeld. Im Durchschnitt verfügten die Kunden 199 Euro nach 191 Euro im Vorjahr. Außerdem stellt die Bank in acht Geschäftsstellen Münzzählmaschinen zur Verfügung. Kundinnen und Kunden können dort kostenlos ihr Münzgeld zählen und auf ihr Konto einzahlen lassen.

Sozialbilanz – Zeichen unserer Nachhaltigkeit

Wir fördern Vereine und gemeinnützige Einrichtungen
In Zeiten leerer öffentlicher Kassen nimmt die Bedeutung von Unterstützungen seitens der VR-Bank immer mehr zu. Um nicht nach dem Gießkannenprinzip verfahren zu müssen, stellt die Bank seit einigen Jahren die Plattform www.vrbankrheinsieg.viele-schaffen-mehr.de zur Verfügung. Dort können Vereine und gemeinnützige Einrichtungen und Institutionen Projekte einstellen, für die die notwendigen finanziellen Mittel fehlen. Seit Auflegung der Crowdfunding-Plattform wurden 61 Projekte eingestellt und insgesamt über 215.000 Euro eingesammelt, darin enthalten über 68.000 Euro Co-Funding seitens der VR-Bank. Die Bilanz für 2017 weist 15 Projekte mit einem Co-Funding von über 18.000 Euro aus. „Für 2018 haben wir uns ein zusätzliches Bonbönchen einfallen lassen. Aufgrund des 200. Geburtstages von F. W. Raiffeisen gibt es für jedes erfolgreiche Projekt 200 Euro oben drauf“, kündigte Andre Schmeis an. Insgesamt kamen den Vereinen und gemeinnützigen Institutionen in Form von Spenden und Geldern für Sponsoringaktivitäten knapp 290.000 Euro zu Gute.

Wir sind Arbeitgeber und Ausbildungsbetrieb
Nach der Fusion mit der Raiffeisenbank Sankt Augustin beschäftigt die VR-Bank Rhein-Sieg 423 (2016: 383) Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter inklusive 23 (22) Auszubildender und gehört damit zu einem der wichtigen Arbeitgeber in der Region. Um Beschäftigte möglichst lange an das Haus zu binden, bietet die Genossenschaftsbank unterschiedliche Arbeitszeitmodelle an. So nutzten 127 Angestellte die Möglichkeit einer Teilzeitbeschäftigung. 274 Damen stehen 149 Herren gegenüber. „Die durchschnittliche Betriebszugehörigkeit von 18,9 Jahren zum Unternehmen zeigt außerdem die Attraktivität der Bank für die Arbeitnehmer, aber auch, dass wir unseren Kundinnen und Kunden durch langjährige Erfahrung hohes Know-how bieten können“, so Schmeis.
„Neben formellem Fachwissen, Entscheidungsfreude und Umsetzungskompetenz sind heute persönliche Fähigkeiten gefragter denn je. Lebenslanges Lernen ist unverzichtbar, will man Wandel erfolgreich gestalten. Daher kommt der Weiterbildung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter eine hohe Bedeutung zu“, führte Andre Schmeis weiter aus. Dafür investierte die Bank im abgeschlossenen Geschäftsjahr 350.000 Euro (2016: 230.000 Euro), wovon 177 Beschäftigte an 637 Tagen profitierten.