35.000 Euro für Hospizvereine

VR-Bank Rhein-Sieg: Spenden statt Schenken

07.12.2018

Weihnachten ist traditionell die Zeit im Jahr, in der - neben dem christlichen Ursprung - das Thema „Schenken“ einen besonders großen Stellenwert hat.

Jedem der 128.000 Kunden, die die VR-Bank Rhein-Sieg auf ihren 28 Geschäftsstellen betreut, ein sinnvolles Geschenk zu überreichen, ist nicht machbar. So hat sich die Genossenschaftsbank bereits vor Jahren dazu entschieden, auf persönliche Kundenpräsente zu verzichten. Sie nutzt lieber die finanziellen Ressourcen um regionale Einrichtungen und Institutionen zu fördern. Kurz vor Weihnachten überraschte die Bank in diesem Jahr sechs Institutionen mit einer Einladung in die Hauptstelle am Europaplatz. Sie durften sich über insgesamt 35.000 Euro freuen.

v. l.: Hans-Gerd Bansemer, Andre Schmeis, Edgar Drückes, Hildegard Schlimbach, Petra Przewloka, Hilla Schlimbach, Dr. Martin Schilling, Jochen van Üüm, Vanessa Randow, Gerhard Schmidt-Wahl, Matthias Mäuser, Dr. Rolf Joeres, Holger Hürten und Ralf Löbach

Jeweils 5.000 Euro überreichten die Herren des Vorstandes Dr. Martin Schilling (Vorsitzender), Holger Hürten, Ralf Löbach und Andre Schmeis an:

  • Ambulanter Kinder- und Jugendhospizverein Rhein-Sieg
  • Hospizverein Niederkassel e.V.
  • Ambulanter Hospizdienst Much e.V.
  • Elisabeth Hospiz Lohmar
  • Ambulanter Hospizdienst Sankt Augustin

10.000 Euro überreichte die Geschäftsführung an den Verein zur Förderung des St. Josef-Hospitals und des Hospizes St. Klara Troisdorf e.V.

Alle Einrichtungen kümmern sich in unserem Geschäftsgebiet um die Begleitung Schwerkranker, Sterbender und Trauernder und leisten damit immens wertvolle Arbeit für die Familien, die sich in aller Regel in Ausnahmesituationen befinden. Oftmals geht es einfach darum zuzuhören, gemeinsam einen Kaffee zu trinken, auch mal ins Kino zu gehen, aus dem häuslichen Umfeld für eine kurze Zeit auszubrechen.

Um diese, insbesondere psychisch anspruchsvolle Aufgabe bewältigen und verkraften zu können, ist es von großer Wichtigkeit, auch in die Befähigung der Helfer zu investieren. Dafür absolvieren die Ehrenamtler beispielsweise einen halbjährigen Befähigungskurs.

„Da die Krankenkassen die Arbeit der Vereine nur mit geringen Summen und je nach dem, um welches Anliegen es sich handelt, gar nicht unterstützen, sollen die Spenden insbesondere für solche Dinge eingesetzt werden, die außerhalb des sonst Möglichen liegen. Dazu gehört auch die Pflege und Unterstützung des Ehrenamtes, denn ohne die Menschen, die sich dieser Aufgabe stellen, kann der beste Verein oder die modernste Einrichtung nicht funktionieren“, erläuterte Dr. Martin Schilling.

Jochen van Üüm vom Hospizverein Niederkassel erläuterte, dass die Arbeit der Ehrenamtler in erster Linie darin bestehe zu beraten, zu begleiten und zu trösten. Koordinatorin Petra Przweloka vom Ambulanten Kinder- und Jugendhospizdienst berichtete, dass ihr Verein für den kompletten Rhein-Sieg-Kreis zuständig sei und daher oft lange Fahrtstrecken zu den Familien zurück zu legen sind. Die Kosten dafür übernimmt keine Kasse. Selbst die Gehälter der drei Koordinatorinnen sind durch die Krankenkasse nicht komplett gedeckt. Vanessa Randow vom Ambulanten Hospizdienst aus Sankt Augustin wies darauf hin, dass das Ziel der Arbeit immer darin bestehe, den Schwererkrankten bis zum Ende ein Leben in Würde zu ermöglichen und dies wenn möglich auch zu Hause. Daher gelte immer der Grundsatz „Ambulant vor stationär“. Koordinatorin Hilla Schlimbach vom Ambulanten Hospizdienst Much ergänzte, dass alle Hospizdienste untereinander vernetzt seien und sich gegenseitig helfen. Dr. Rolf Joeres vom Verein zur Förderung des Str. Josef Hospitals und des Hospizes St. Klara Troisdorf wies darauf hin, dass der Verein im kommenden auch einen Ambulanten Hospizdienst aufbauen wolle. Edgar Drückes vom Elisabeth-Hospiz aus Lohmar berichtete vom Umbau des Hauses, der dazu führe, dass eines der ältesten Hospize in Deutschland auf den neuesten Standard gebracht wird, insbesondere größere Räume wird es künftig geben. An der Gesamtzahl von 16 Zimmern ändert sich aufgrund der gesetzlich vorgeschriebenen Höchstgrenze nichts.

Für alle gemeinsam steht an erster Stelle „Wir schenken Zeit“.

Die Repräsentanten der Spendenempfänger zeigten sich dankbar und dankten der VR-Bank für die großzügigen Spenden.